Kalk-Expedition 2024
Wie jährlich zum Sommerende begeben wir uns auf eine Kalk-Expedition.
Wir möchten stets für unsere Atmenden Wände Erfahrungen sammeln und dazulernen. Diesmal haben wir uns vier Städte vorgenommen. Wir haben dazu unseren Lieferanten und Kalk-Experten Calchèra San Giorgio um Ratschläge für besondere Projekte gebeten. Diesen Tipps sind wir gefolgt…
Unser erster Besuch galt Padua, einer Stadt in der Region Venetien.

Padua hat uns begeistert, denn die Altstadt ist von Bogengängen und gemütlichen Cafés geprägt. Tja, da muss man einfach rasten und Espresso schlürfen sowie einige Leckerlis verdrücken. Diese Plätze sind nämlich sehr lebendig, viele junge Menschen sind hier anzutreffen. Das liegt daran, dass Padua zu den ältesten Universitätsstädten zählt. Erwähnenswert ist der mittelalterliche Palazzo della Ragione im Zentrum der Stadt.

Das ist ein bedeutender Bau zwischen zwei Plätzen, auf dem seit damals regelmäßig Märkte stattfinden. Weiters gibt es noch zahlreiche malerische Bauten und Plätze, die man bewundern kann. Für uns waren besonders die alten Fresken aber auch die fachgerechten Renovierungen an Fassaden interessant. Ein besonderes Highlight war allerdings der Orto Botanico di Padova. Dieser botanische Garten gilt weltweit als ältester Universitätsgarten. Auch Johann W. von Goethe verbrachte für seine Studien viel Zeit in diesem Garten. Das interessante Museum in diesem wundervollen Ort wurde mit Atmenden Wänden aus Kalk ausgestattet. Und ganz ehrlich: Wo würden diese natürlichen Oberflächen besser hinpassen als in dieses grüne Paradies…

Der nächste Stopp unserer Rundreise galt der Stadt Ferrara in der Region Emilia-Romagna. Dieser Stadtkern mit seinen Renaissancebauwerken hat uns verzaubert. Vor allem das Castello Estens, welches von einem Wassergraben umgeben ist.

Übrigens, es lohnt sich die 122 Stufen zum Torre die Leoni hochzusteigen und den Ausblick von oben zu genießen. Die Altstadt von Ferrara ist UNESCO-Weltkulturerbe und begeistert durch ein entspanntes italienisches Lebensgefühl. Deshalb haben wir uns auf Anhieb wohlgefühlt. Hier trifft man auf alte Bauwerke und Handwerkskunst an jeder Ecke. Ferrara ist einfach ein Gesamtkunstwerk. Besonders auffällig waren die zahlreichen Fahrräder, die hier im Ort unterwegs sind. Nicht umsonst gilt diese Stadt als eine der fahrradfreundlichsten in Italien…

Danach stand Vicenza auf unserem Plan. Bekannt ist diese Stadt durch die zahlreichen Bauwerke des Renaissance-Architekten Andrea Palladio.

Dieser außergewöhnliche Planer hat im 16. Jahrhundert zahlreiche Paläste und Villen entworfen. Übrigens: Im Vorjahr bei unserer Reise nach Bassano del Grappa, haben wir in unserem Blog schon von Palladio berichtet. Aber zurück nach Vicenza, diese Stadt gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Altstadt beeindruckt durch ihre Architektur und den zahlreichen Geschäften, Cafés, Restaurants und italienischem Lifestyle. Einen Abstecher in diese Stadt zu machen, wenn man beispielsweise auf dem Weg nach Venedig oder Verona ist, zahlt sich auf alle Fälle aus. Nach Ferrara war diese Stadt für uns ein neuerliches Eintauchen in eine andere Zeitepoche…

Zu guter Letzt machten wir uns auf den Weg nach Venedig. Dabei haben wir, auf Empfehlung unseres Lieferanten, einen Zwischenstopp bei der „Villa Contarini“ gemacht. Also was soll man dazu sagen, wir finden „Villa“ leicht untertrieben, denn dieses Anwesen ist grandios und das nicht nur angesichts der Ausmaße.

Übrigens, die Ausmaße des Gebäudes sind am ehesten im Titelbild ersichtlich. Die Villa war ursprünglich der Landsitz der venezianischen Familie Contarini. Beim Entwurf dieses Bauwerks soll der Architekt Andrea Palladio ebenfalls beteiligt gewesen sein. Die Villa wird von einem 50 Hektar großem Park umgeben. Heute dient dieses Gebäude für Veranstaltungen wie Konzerte, Opernaufführungen oder Ausstellungen. Renoviert wird dieses Bauwerk ständig nach altem Handwerkswissen und den besten Materialien…

Zum Abschluss unserer kleinen Rundreise haben wir Venedig besucht. Obwohl wir Touristen-Hotspots eher meiden möchten, haben wir dennoch einen Aufenthalt in dieser Stadt eingeplant. Dieser geschichtsträchtige Ort mit den zahlreichen antiken Bauwerken musste einfach sein.

Zu Venedig mit seinen berühmten Plätzen und Bauwerken möchten wir gar nichts mehr schreiben, denn dazu wurde schon so viel gesagt und berichtet. Für uns waren eben die Gebäude und deren Renovierung, bei diesen teilweise extremen Witterungsbedingungen am Kanal, interessant. Der Schutz dieser Fassaden kann nur mit den besten Materialien funktionieren. Bauschäden durch nicht fachgerechte Renovierung machten sich gerade in dieser Stadt schnell bemerkbar. Und das Flair dieses grandiosen, einzigartigen Ortes kann man einfach nur spüren, da reichen Worte nicht…

Alles in allem war diese Reise wieder eine Bestätigung unserer Einstellung zu natürlichen Materialien und dem Thema Kalk sowieso. Gerade diese alten und geschichtsträchtigen Bauwerke überleben nur durch fachgerechte Renovierungen nach altem Wissen. So können diese Baujuwelen auch noch in Zukunft bestaunt werden. Wir sagen danke unserem italienischen Partner Calchera San Giorgio für die Empfehlungen und Tipps für diese Reise.
Die Tage waren geprägt von Genuss in allen Variationen. Mit Kultur, Geschichte, Architektur und Handwerkskunst durften wir in diese einzigartigen Regionen Italiens eintauchen. Und wer uns kennt, weiß, dass wir ebenso die typische regionale Küche in vollen Zügen genossen haben… 😉


