Fenster und atmende Wände

09.10.2018LufTRAUM

Auch atmende Wände brauchen Fenster

Wenn man durchs WorldWideWeb surft, dann kommen einem schon sonderbare Dinge unter. Besonders, wenn man nach atmenden Wänden sucht. 71.000 Einträge innerhalb von 0,43 Sekunden findet da das Googlemonster.

Die meisten erklären, dass es gar keine „atmenden Wände“ gibt - womit sie ja dem Grunde nach recht haben. Wände haben keine Lunge, können also nicht atmen und zudem sollen die Wände ja auch noch luftdicht sein. All das hat seine Richtigkeit.

In Wirklichkeit ziehen aber die EPS-Dämmstoffindustrie sowie die Gipskarton- und Gipsputzhersteller und manchmal auch Energieberater den Begriff „atmende Wand“ ins Lächerliche, damit die Platzierung ihrer Dichtprodukte nicht hinterfragt wird. 

Bei uns steht der Begriff „atmende Wand“ aber für viel mehr als die messbare Menge Luft oder Wasserdampf, die durch Druckunterschiede theoretisch das Mauerwerk durchdringen könnten.

Zu einem guten Raumklima benötigt es Oberfächen mit:

  • Feuchtspeichervermögen
  • Feuchtepufferung
  • Diffusionsfähigkeit
  • Natürlichem Schimmelschutz
  • Mineralischen Putzen und Farben die ohne Lösemittel, Konservierungsmittel und Weichmacher auskommen und auch allergikertauglich sind

Unser kurzer Clip erklärt in 3 Minuten, was unsere „atmenden Wände“ noch so alles können müssen: Clip: atmende Wände

 

Auch der Wikipedia-Eintrag von Atmende Wand geht nicht auf die Problematik von gutem Raumklima ein, obwohl die Einträge in letzter Zeit sogar um die Punkte Feuchteabfuhr, Luftwechsel und Feuchtepufferung erweitert wurden. Da liest man dann von einer „atmungsfähigen“ Innenbeplankung wie z.B. Gipskartonplatten (Hahahahha…)

 

Auch ein Elk-Haus hat und braucht laut Eigendefinition keine „atmenden Wände“ sie haben Gipskartonplatten auf der Dampfsperre.

Clip von Elk-Fertighaus

Es darf bei dem Clip gerne gelacht werden...

Übrigens: Mit einer m2 Gipskartonplatte, so ferne Sie nicht auch noch Dispersionsfarbe draufstreichen, können Sie ca. 1 dm3 Raum gut mit Feuchtepuffer und Feuchtespeicher versorgen. In einem 20 m2 großen Raum mit Gipskarton ausgekleidet können Sie also 1 m3 Raum ausreichend versorgen. Es fehlen dann nur mehr die restlichen 98,5 % des Rauminhaltes.

Die Lösung wäre:

Wenn wir mit unseren Feuchtespeicherputzen 2 Wände eines Raumes ausstatten, ist meist bereits für ausreichend Feuchtepuffer und Feuchtespeicherung sowie eine Erhöhung der zu niedrigen Luftfeuchtigkeit in den Räumen gesorgt.

 

Hier wiederum erklärt ein Experte, dass es keine „atmenden Wände“ geben kann, weil man über das Fenster lüften muss (was man natürlich immer machen sollte).

Eine Expertenerklärung

In welchem Zusammenhang aber Feuchtepufferung und Feuchtespeicherung mit gesundem Raumklima steht, wird in diesem Vortrag nicht eingegangen. Gezeigt wird nur die Feuchtigkeitsmenge, die durch das Mauerwerk hindurch gelangt und dass es egal ist, welchen Dämmstoff man auf seine Hausfassade packt. Wenn man Fachwissen mit Scheuklappen einsetzt, dann kommen meistens solche Aussagen und Berechnungen zustande.

 

Interessant finde ich auch die Tatsache, dass uns von Marktbegleitern oft Kundentäuschung vorgeworfen wird, da die Wand ja keine Lunge habe usw….

Wir sind aber stolz darauf, all die Vorteile die wir unseren Kunden, ihren Fassaden, ihren Innenräumen und ihrer Gesundheit bieten als ATMENDE WÄNDE zu bezeichnen. Jeder Praktiker mit Hausverstand weiß, was wir damit meinen.

Das bestätigen uns über 500 Kunden Jahr für Jahr – und das zählt.

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