Baumarkt-Lemminge

04.06.2018LufTRAUM

Rudelverhalten gefährdet Gesundheit

Baumarkt-Lemminge vernichten gesundes Raumklima

So sind sie, die Baumarkt-Lemminge. Wenn es alle kaufen, dann muss das Produkt ja gut sein und jeder einzelne greift auch zu diesem, ach so beliebten, Produkt. Niemand braucht sich dann Gedanken machen, ob diese Farbe denn auch zurecht das meist verkaufte Produkt seiner Liga ist.

Ich denke da auch noch mit Grauen an 1992 zurück: Vor Gericht standen Chemie-Manager, die giftige Holzschutzmittel auch dann noch verkauft haben sollen, als schwere Gesundheitsrisiken für Tausende von Verbrauchern schon absehbar waren. Ja, das war das allseits beliebte und bekannte Xylomon und Xyladecor, das mit krebserregendem PCP versetzt war und für einen riesen Skandal sorgte. Die Konsumenten haben aber dennoch die Regale leergekauft und dieser Marke die Treue gehalten.

Nun möchte ich die meistverkaufte Innendispersion Europas wirklich nicht in die gleiche, giftige Schublade stecken aber Mann sollte sich schon auch Gedanken darüber machen, warum überhaupt eine Dispersion auf die Wand gestrichen werden soll?

Um die Diffusionsfähigkeit der Wandaufbauten zu reduzieren?

Um Kondensfeuchtigkeit auf der Oberfläche zu belassen, damit sich ein guter Nährboden für Schimmel bildet?

Und jetzt kommt noch das dicke Ende:

In diesem Verkaufsschlager sind laut Herstellerangaben Isothiazolinone enthalten, das sind stark reizende Biozide mit allergener Wirkung (kann jeder im Technischen Merkblatt und im Sicherheitsdatenblatt nachlesen).

Also mit Giftstoffen versehene, allergikergefährdete Innenfarbe, die zudem auch noch so wichtige Eigenschaften der Wände wie Feuchtepufferung und Feuchtespeichervermögen verhindert.

Alpinaweiß

Und jetzt kommt noch das dicke Ende:

In diesem Verkaufsschlager sind laut Herstellerangaben Isothiazolinone enthalten, das sind stark reizende Biozide mit allergener Wirkung (kann jeder im Technischen Merkblatt und im Sicherheitsdatenblatt nachlesen).

Also mit Giftstoffen versehene, allergikergefährdete Innenfarbe, die zudem auch noch so wichtige Eigenschaften der Wände wie Feuchtepufferung und Feuchtespeichervermögen verhindert.

Auch Weichmacher aus Innenfarben belasten die Raumluft

Schwer flüchtige Verbindungen (Semi Volatile Organic Compounds, kurz SVOC) gelangen im Gegensatz zu flüchtigen Stoffen (Volatile Organic Compounds, kurz VOC) langsam in die Innenraumluft. Besonders in der Diskussion sind laut Umweltbundesamt aktuell verschiedene Weichmacherverbindungen (unter anderem Phthalatverbindungen). Weichmacher gasen beispielsweise aus PVC-Bodenbelägen oder Vinylschaum-Tapeten aus. Auch einige Kunststoffe, Farben, Gummi und Klebstoff enthalten teilweise Weichmacher, um sie biegsam, weich oder dehnbar zu machen. In Farben werden sie auch als Lösemittelersatz eingesetzt.

Allen SVOC gemein ist das langsame Ausgasen, manchmal über Jahre, und dass sie geruchlich häufig unauffällig bleiben. Da sie geruchlich zumeist nicht wahrgenommen werden und auch sonst keine unmittelbar wahrnehmenden Veränderungen hervorrufen, sind sie meist ein unsichtbares Problem.

Auch der so genannte "Fogging-Effekt" oder "Magic Dust" der sich durch schwarz-graue, Ruß ähnliche Schichten auf Decken und Wänden, aber auch auf Gardinen, Heizkörpern und Kunststoffteilen (Fensterrahmen, Steckdosen, Möbel etc.) abzeichnet wird allgemein einer erhöhten Konzentration von Weichmachern, sowohl in Farben und Klebern, als auch in Teppichen und im Mobiliar zugeordnet.

Hier sind Dispersionsfarben, so wie Plastik zu beurteilen, wie der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter in seinem aktuellen doppelseitigem Interview in der „Kleinen Zeitung“ vom Samstag dem 2. Juni. 2018 schreibt. Wir können Plastik ja kaum mehr entkommen, aber wo es geht, sollten wir darauf zum Wohle unserer Gesundheit verzichten.

Bereits 2002 schrieb das Analyse-Labor Berlin in „Fallbeispiele zu Schadstoffen in Innenräumen“:

Mit den Isothiazolinonen wurden erneut Stoffe in der Raumluft nachgewiesen, die erwiese- nermaßen gesundheitsschädlich und sensibilisierend sind, von einer möglichen mutagenen Wirkung ganz zu schweigen. Wieder einmal bestätigt sich, dass viele Hersteller bei der Aus- wahl der Ingredienzen für Ihre Produkte immer noch nach der Devise vorgehen: erlaubt ist alles, was nicht verboten ist. Dem Verbraucher- und Gesundheitsschutz wird dabei allenfalls eine untergeordnete Bedeutung beigemessen. Anders ist der Einsatz der stark reizenden, sensibilisierenden und allergisierenden Isothiazolinone als Konservierungsmittel ausgerech- net in Wandfarben, die in enormen Mengen großflächig in Innenräumen verarbeitet werden, nicht zu erklären. Wie zuvor bei Holzschutzmittelwirkstoffen, Flammschutzmitteln, Weichma- chern, Glykolverbindungen und einer Vielzahl anderer Wohngifte wurden die Isothiazolinone erst Gegenstand der öffentlichen Diskussion, nachdem sie bereits jahrelang eingesetzt wur- den und ihre gesundheitsschädigende Wirkung offensichtlich wurde. Und wie andere Wohn- gifte, deren Schädlichkeit längst erwiesen ist, werden Isothiazolinone nach wie vor eingesetzt – neuerdings sogar mit dem Segen des Umweltbundesamtes, das an der Vergabe des Um- weltengels für isothiazolinonhaltige Wandfarben beteiligt ist.

Schon komisch: Seither sind 16 Jahre vergangen und noch immer sind diese Schadstoffe in Wandfarben zu finden…

Fazit

Also Lösemittelfrei alleine reicht für eine Innenwandfarbe bei weitem nicht aus. Lösemittel- Weichmacher- und Konservierungsmittelfrei muss eine gute Innenfarbe sein, so wie wir diese in unserem Onlineshop verkaufen.

Onlineshop